Der Rosenkäfer (Cetonia aurata)

Rosenkäfer Sept.2002

Rosenkäfer Sept.2002

 

Die fächerförmigen Fühler lassen ihn zu der Familie der Blatthornkäfer zählen, dort wiederum in die Unterfamilie der Rosenkäfer. Die Käfer sind durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt. Deshalb wurde er im Jahre 2000 zum Insekt des Jahres gewählt. Mit seiner meist goldgrünen oder kupfergoldenen glänzenden Färbung zählt er zu den auffälligsten einheimischen Insekten. Weißliche Fleckenzeichnungen sind auf seinen Flügeldecken zu erkennen. Der Käfer ist auf der Oberseite mit feinen Haaren, die verstreut sind, besetzt. Auf der Unterseite ist er dicht und lang behaart. Beim Flug werden, nicht wie bei anderen Käfern, die Flügeldecken abgespreizt sondern nur beim Start kurz angehoben. Seitliche Ausbuchtungen der Flügeldecken ermöglichen dies. Dadurch erreicht der Rosenkäfer eine funktionelle Zweiflügeligkeit.

Am ehesten begegnet man dem Rosenkäfer von Mai bis Juni. Vereinzelt kann man ihnen auch schon im April oder bis Oktober begegnen. Der von mir entdeckte Käfer war im September auf dem Balkon zu Gast.

Die Blüten des Flieder, Weißdorn, Holunder oder dem Hartriegel dienen ihm als Nahrung. Aber auch auf Doldenblüten oder Disteln ist er zu entdecken. Gefressen werden die zarten Blütenteile oder die Pollen. Das Verbreitungsgebiet des Rosenkäfers liegt in weiten Teilen Europas und Asiens, Höhenlagen meidet er.

Zur Vermehrung benötigt er morsches Holz, Komposthaufen oder Ameisennester, in welchen sich die Larven entwickeln. Sie ernähren sich von den zerfallenen pflanzlichen Stoffen. Zwei bis drei Jahre benötigen die Larven bis sie sich verpuppen. Aus diesen schlüpfen sie nach einigen Wochen der Puppenruhe. Da die Insekten kein Skelett haben verbleiben sie noch einige Wochen in der Puppenwiege bis der Chitinpanzer ausgehärtet ist. Der Chitinpanzer ist das so genannte Außenskelett der Insekten.

 

 

 Marienkäfer

Marienkaefer

Marienkaefer

Marienkaefer

Rechts (2 Fotos): Vierfleckiger Kugelmarienkäfer (Exochomus quadripustulatus)

Links: Zweipunkt (Adalia bipunctata)

 

Dieser Käfer wird ca. 3,5- 5,5 mm groß. Sein Verbreitungsgebiet liegt in Europa, Asien und Nordamerika.

Die Weibchen legen ihre gelben Eier im Frühjahr auf Blättern ab, die sich in der Nähe von Blattlausbefallenen Pflanzenteilen befinden. Aus den Eiern schlüpfen bald die Larven, welche schwarz sind und gelbe Punkte besitzen.       Die Larve als auch der erwachsene Käfer ernähren sich von Blattläusen und zählen somit zu den Nützlingen.

Bei Gefahr sondert der Käfer eine übelriechende gelbe Flüssigkeit ab und stellt sich tot, wobei er seine Beine in kleine Gruben einziehen kann.

Im August werden die Eier für die überwinternde Generation gelegt. Die daraus schlüpfenden Larven entwickeln sich zum fertigen Käfer und überwintern als fertiges Insekt.

Von dem Zweipunkt- Marienkäfer gibt es zwei Farbschläge die hier zu sehen sind.

Sie können schwarze Punkte und roten Flügeldecken besitzen oder umgekehrt.

 

      Halyzia sedecimguttata

 

Marienkaefer (Abb.: Marienkäfer, Halyzia sedecimguttata, 5´03)

Ein gelber bis zart orangefarbener Käfer, der auf zahlreichen Fotos oft eher kräftig orange bis leicht bräunlich wirkt. Im englischen nennt man ihn auch Orange Ladybird. Seine 16 - Punkte sind cremefarben und recht groß (Auf der Abb. wirken die Punkte deutlich kleiner als sie es normal bei Halyzia sind, die Lichtverhältnisse waren zu schlecht). Der Halsschild weist keine Punkte auf, er ist einfarbig gelb gefärbt, zeigt aber drei -um eine Nuance- hellere Streifen, die von rechts außen, mitte und links außen aus alle kopfwärts verlaufen. Auch der Kopf zeigt diese beiden Gelbnuancen des Halsschildes. Die Augenfarbe ist dunkel.

Ernährung: Mehltaupilze

 

Es gibt Marienkäferarten die ihm etwas ähneln und zwar Myrrha octodecimguttata und Calvia quattuordecimguttata

Marienkaefer

 

Bei Myrrha ist als Unterscheidungshilfe der Halsschild cremefarben gezeichnet und zwar rechts und links entlang der Außenränder und dann sind noch 2 kleine, eng nebeneinander liegende Flecken in Halsschildmitte platziert. Weiterhin zeigt er ganz vorn auf Flügeldeckenmitte keine runden, sondern zwei fast sichelförmig auslaufende Flecken. Aus Frontansicht schaut dies fast aus, wie ein künstlerisch geschwungenes M oder besser noch wie ein großes S auf der li. Seite und einem großen spiegelverkehrtem S auf der gegenüber liegenden Seite, die sich beide in der Mitte nahezu berühren. Entlang der Seitenkanten der Flügeldecken sind ebenfalls unförmige, länglich auslaufende Flecken erkennbar. Es soll insgesamt 18 Flecken haben. (Zeichnung: T.Paar)

 

Marienkaefer

Calvia hat etwas kleinere Flecken als Myrrha und Halyzia, wobei die Flecken auf Großaufnahmen sonnenförmig wirken. Calvia besitzt auf beiden Seiten seines Halsschildes je 1 leicht gewirbelten Flecken. Die Fleckenzeichnung auf den Flügeldecken zeigt sich meist auffallend symmetrisch, gegenüber den anderen beiden genannten Arten, d.h. die Punkte stehen sehr schön regelmäßig in Linie. Er zeigt vorn in der 1. Reihe zwei, in der 2. Reihe sechs, in der 3.Reihe vier und in der letzten Reihe zwei Flecken. Dies sind zusammen 14 Flecken ohne die 2 Flecken der Halsschilder mit eingerechnet zu haben. Da sich die Bezeichnungen der einzelnen Marienkäfer- Arten nach deren Anzahl an Punkten orientieren, ist nicht ganz verständlich, warum der Calvia auch Calvia- 14- guttata (oder Cream- spot ladybird) genannt wird. Vielleicht wurden die Flecken des Halsschildes bei der Zählung für seine Benennung außer Acht gelassen? (Zeichnung: T.Paar)

 

 

 

Der Dickmaulrüssler (Othiorrhynchus sulcatus)

Dickmaulrüssler

Othiorrhynchus sulcatus

von oben

von unten

 

Der Käfer schädigt durch seinen Fraß Bergenien, Rhododendron und Lonicera. Letztere fiel bei mir, als Kübelpflanze auf dem Balkon, der Larve des Käfers zum Opfer.

Der ausgewachsene Käfer schädigt die oberirdischen Teile, durch Fraß an den Blättern, während sich die Larve von den unterirdischen Pflanzenteilen (Wurzeln) ernährt.

Die Größe des Käfers beträgt 10 bis 12 mm, die Färbung ist schwarz, auffällig sind die langen Fühler.

Der Käfer ist nachtaktiv und versteckt sich tagsüber. 

Trotz das die Käfer fluguntauglich sind, findet man sie überall. Zum einen sind sie gut zu Fuß, zum anderen werden sie durch befallene Kübelpflanzen, Topfpflanzen und Erde verbreitet.

Die Weibchen legen unbefruchtete Eier, d.h. sie vermehren sich parthenogenetisch (Jungfernzeugung). Aus diesen unbefruchteten Eiern schlüpfen wiederum nur weibliche Tiere. Vom Sommer bis in den Herbst hinein erfolgt die Eiablage. Den Winter überdauern die Tiere als Larven. Ende Mai Anfang Juni schlüpfen die Käfer nach einem kurzen Puppenstadion. Nach weiteren vier Wochen beginnen sie mit der Eiablage, somit schließt sich der Kreislauf.

 

 

Gemeine Stinkwanze (Palomena prasina)

Gemeine Stinkwanze

Diese 12 – 14 mm große Wanze, die auf Birken und Eichen lebt verirrte sich Anfang Mai auf unserem Balkon. Was weiter nicht verwunderlich ist, stehen doch in unmittelbarer Nähe des Balkons mehrere Birken. Sie ernährt sich von pflanzlichen Nährstoffen, d.h sie ernährt sich von dem Saft der Birken.

 

 

 

Hausmutter (Noctua pronuba)

Hausmutter Nachtfalter

 

Der Nachtfalter gehört zu der Familie der Eulen. Öffnet der Falter seine Flügel, erkennt man auf den Hinterflügeln eine orange Färbung mit einem schwarzen schmalen Saum. Auf dem Bild ist ein Weibchen abgebildet. Die männlichen Nachtfalter besitzen große, gezähnte Antennen.

Bei uns kommt die Hausmutter in zwei Generationen vor. Die erste von Mai bis Juni, die zweite von August bis September. Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von Primeln und Veilchen.

Wie alle Nachtfalter wird sie vom Licht angezogen und verirrt sich nicht selten in Wohnungen.

Ihr natürliches Vorkommen liegt an Waldrändern, Parklandschaften, Wiesen und Gärten.

 

Fleischfliege

Fleischfliege bei der Rast auf der warmen Mauer des Balkonsimses.

 

 

Grauschnäpper (Muscicapa striata)

 

Grauschnaepper

Grauschnaepper

Gelege Grauschnaepper

Der Nistplatz

Das Elternpaar

ca. 2 Tage alt

Grauschnaepper

Grauschnaepper

Grauschnaepper

Kurz vor dem Ausflug

Der Abschied naht ...

Der letzte Tag am Nestrand

 

Ein weiterer Gast auf dem Balkon wird hier beschrieben.

Nachdem sich dieser Gast selbst in den Pflanzenampeln im Wohnzimmer umgesehen hatte, fiel die Entscheidung für einen Nistplatz auf einen Geweihfarn draußen auf dem Balkon.

Der Grauschnäpper ist mit einer Größe von ca. 14cm etwas kleiner als das Hausrotschwänzchen.

Seine Nahrung besteht aus Insekten, welche er mit rüttelnden Flügelschlägen von der Hauswand abliest und dabei hörbar mit dem Schnabel klappert. Oder er lauert von einer Sitzwarte aus auf vorbeifliegende Insekten.

Der Grauschnäpper ist ein Zugvogel, der in Afrika überwintert.

Die Männchen kehren Ende April aus ihrem Überwinterungsgebiet zurück und besetzen ihre Reviere, während die Weibchen erst ca. 8 Tage später nachfolgen.

Das Nest wird vom Weibchen alleine gebaut, während das Männchen das Nistmaterial herbeibringt. Nach Beendigung des Nestbaues werden die Eier gelegt. Eine Gelegegröße besteht aus 4 bis 6 Eiern. Die Brutdauer beträgt 12 bis 14 Tage, die Nestlingsdauer 10 bis 14 Tage.

Bei unserem Gelege wurden vier Eier gelegt, woraus aber nur drei Junge schlüpften.

Einen Tag vor dem Ausfliegen begannen die Jungen mit den Flügeln zu schlagen.

Am Tage des Ausflugs setzen sie sich auf den Nestrand und ließen sich dann in der Blumenampel am Rande nieder. Die Eltern fütterten nun die Jungen nicht mehr, sondern riefen solange, bis auch das letzte Junge den Balkon verlassen hatte.

Dann sah man die Elterntiere wieder auf Jagd gehen um die Jungen zu füttern.

 

 

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